In der vergangenen Woche endete der Fastenmonat Ramadan – eine besondere Zeit des Innehaltens, der Besinnung und des Miteinanders für viele Menschen in Gambia.
Der Ramadan ist für gläubige Musliminnen und Muslime eine Zeit des Fastens, des Gebets und der Gemeinschaft. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird auf Essen und Trinken verzichtet, stattdessen rückt das spirituelle Leben in den Mittelpunkt. Gerade für viele unserer Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien ist der Ramadan ein fester Bestandteil ihres kulturellen und religiösen Lebens.
Mit dem Ende des Ramadans wurde das Zuckerfest gefeiert – in Gambia auch als Korité bekannt. Es ist eines der wichtigsten Feste im muslimischen Jahreskreis. Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Festgebet, danach besuchen Familien und Freunde einander, teilen Essen, beschenken Kinder und tragen ihre schönste Kleidung.
Das Zuckerfest ist ein Symbol für Zusammenhalt, Dankbarkeit und Nächstenliebe. Es erinnert daran, wie wichtig es ist, zu teilen – besonders mit jenen, die weniger haben.
Auch an unseren Partnerschulen wurde das Fest mit großer Freude begangen. Nach den Wochen des Fastens war die Erleichterung und Freude über das gemeinsame Feiern überall spürbar. Ein besonders schönes Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe konnten wir heute erleben: Die Schüler*innen der 9. Klasse haben etwa 200 Mahlzeiten zubereitet, die anschließend an der Moschee zum Fastenbrechen verteilt wurden. Das Geld für die Lebensmittel kam zum großen Teil durch Spenden der Eltern zusammen. Ein starkes Zeichen, denn im Ramadan ist das Teilen mit Menschen, die weniger haben, von besonderer Bedeutung.
Wir wünschen allen, die gefeiert haben: Eid Mubarak! – ein gesegnetes Zuckerfest!


